Das Frühjahr ist im vollen Gange und jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für Sie, um sich noch einmal in Ruhe die Grundlagen Ihres E-Commerce-Geschäfts anzusehen und potenzielle Wachstumschancen zu erkennen. In dieser einfachen Checkliste gehen wir alle Punkte durch, die Sie benötigen, um Sie in geschäftliche Topform zu bringen und Ihren Umsatz in den kommenden Monaten weiter zu steigern.

Mit den Grundlagen beginnen

1. Business-Basics erneuern
Starten Sie jetzt, um all die kleinen Dinge anzugehen, die sonst oft im Alltagstrubel liegen bleiben. Erneuern Sie Ihren Domain-Namen und Ihr SSL-Zertifikat. Diese Schritte mögen zwar klein erscheinen, doch wenn man sie vernachlässigt, könnte sich das später im Jahr deutlich bemerkbar machen. 

2. Datenschutzrichtlinie aktualisieren
Nicht nur die kleinen Dinge sind oft von größerer Bedeutung, sondern auch das Kleingedruckte. Im Hinblick auf die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und im Zuge der natürlichen Entwicklung Ihres Geschäfts kann es sein, dass die von Ihnen veröffentlichte Datenschutzrichtlinie nicht mehr auf dem neuesten Stand ist – sowohl, was Ihr Geschäft betrifft, als auch in Bezug auf veränderte äußere Umstände. Das darf natürlich nicht so bleiben. 

3. Einen jährlichen Sicherheitstest durchführen
Um sowohl Ihre Kunden als auch Ihr Geschäft zu schützen, sollten Sie einen umfassenden Sicherheitstest auf Ihrer Website und bei jeglichen von Ihnen entwickelten Apps durchführen. Hierfür gibt es verschiedene Open-Source-Tools, die Geschäftsinhabern dabei helfen, Schwachstellen in Apps zu finden und Websites vor Cyberangriffen zu schützen. 

4. Website-Backup überprüfen
Ein falscher Tastendruck hier, ein wenig Malware da und schon ist Ihre Website, inklusive Terabytes an Daten, Codebasis und vielem mehr, verschwunden wie das Kaninchen eines Magiers. Zum Glück lässt sich ein Backup der aktuellsten Version Ihrer Website ohne großen Zeit- oder Kostenaufwand erstellen. 

5. Copyright-Daten und entsprechende Formulierungen aktualisieren
Dieser Punkt macht überhaupt nicht viel Mühe, wird dafür aber umso leichter vergessen. Überprüfen Sie, ob Sie jedes © 2018 in ein © 2019 geändert haben. Sorgen Sie außerdem dafür, dass Ihr Copyright-Hinweis korrekt formuliert ist. 

Testen Sie Ihren Onlineshop

6. Meta Descriptions und Tags auf Ihrer Seite aktualisieren
Die richtigen Meta Descriptions und Tags tragen wesentlich zur Nutzerfreundlichkeit Ihrer Seite bei, da die Kunden Ihre Produkte auf der Seite so besser finden können. Durch eine Aktualisierung der Meta Descriptions und Tags werden Ihre Inhalte außerdem besser von Suchmaschinen angezeigt. 

7. Produktbeschreibungen optimieren
Eine klar formulierte Handlungsaufforderung in der Beschreibung und ansprechende Produktfotos können viel bewirken, doch es dauert natürlich eine Weile, alle Produktbeschreibungen zu erneuern. Fangen Sie deshalb am besten mit den Beschreibungen für Ihre Bestseller an. Laut dem Baymard Institute kann das Einfügen von Schlüsselfunktionen in beschreibende Überschriften und Zusammenfassungen dazu beitragen, dass Verbraucher nützliche Informationen finden, die Ihnen sonst entgehen. 

8. Inventar überprüfen und erneuern
Zum Jahresende werden über Onlineshops meistens deutlich mehr Artikel als sonst verkauft. Das ist im Frühjahr eine gute Gelegenheit, um zu analysieren, was sich in Ihren Shops gut verkauft, und eine Inventarstrategie für dieses Jahr zu entwickeln. Es ist außerdem eine gute Zeit, um zu schauen, Produkte aus dem Shop zu nehmen, die nicht mehr im Angebot sind, Cross-Selling-Artikel zu aktualisieren, die an der Kasse hinzugefügt werden, und um einzustellen, welche Produkte automatisch angezeigt werden sollen, wenn die aktuellen Artikel ausverkauft sind. 

9. Preisgestaltung nach den Feiertagen überdenken
Dauerhafte Feiertagspreise können ein beachtliches Haushaltsloch in Ihre Pläne für 2019 reißen. Deshalb sollten Sie durch eine Überprüfung der Preise für bevorstehende Feiertage dafür sorgen, dass Sie eine optimale und nachhaltige Preisstrategie umsetzen. 

10. Navigation auf Ihrer Website optimieren
Gehen Sie noch einmal die Navigation auf Ihrer Website durch und optimieren Sie diese, falls sie nicht auf dem neuesten Stand ist. Das Baymard Institute hat herausgefunden,  dass die Kunden einen besseren Überblick über Ihr Produktangebot haben, wenn die Hauptproduktkategorien in der Seitennavigation angezeigt werden. Das Ziel? Überflüssige Schichten an Unternavigationspunkten in der Hierarchie zu beseitigen – so können die Kunden schnell das finden, was sie suchen. 

11. Website auf kaputte Links überprüfen
Ihre Kunden wollen auf die Seite weitergeleitet werden, die ihnen im Link versprochen wurde. Eine 404-Seite kommt da gar nicht gut an. 

12. Browser-Kompatibilität testen
Wie sieht Ihre Seite für jemanden aus, der eine alte Version von Firefox auf einem 28-Zoll-Monitor verwendet? Sie werden vielleicht überrascht sein. Die verschiedenen Browser geben einzelne Funktionen vollkommen unterschiedlich wider; einige Bildformate oder HTML-Tags werden mitunter gar nicht unterstützt. Falls Sie hier Hilfe brauchen, gibt es verschiedene Tools, die Ihnen bei Kompatibilitätsproblemen bezüglich unterschiedlicher Browser und Auflösungen helfen können. 

13. Retargeting-Pixel aktualisieren und einbinden
Sorgen Sie dafür, dass Sie Ihren Kunden ein wirklich personalisiertes Erlebnis bieten und überprüfen Sie, wo Ihre Retargeting-Pixel platziert sind. 

Mobile Version überprüfen

14. Mobile Ladegeschwindigkeit beachten
In den Einkaufsgewohnheiten der Kunden werden mobile Geräte immer wichtiger. 52,2 % des weltweiten Datenverkehrs entfällt mittlerweile allein auf Handys und ein Drittel der Smartphone-Nutzer zahlt auch über die Geräte. Das heißt, es ist wichtiger denn je, dass Ihre mobile Seite – und nicht die Desktop-Version – in Sachen Ladegeschwindigkeit vollständig optimiert ist.

15. Konversionsrate für mobile Geräte separat optimieren
Verbraucher kaufen von mobilen Geräten aus anders ein als vom PC. Sie nutzen ihre Smartphones zum Beispiel auch, um sich über Produkte zu informieren, schließen den Kauf aber am PC ab. Wenn Sie den Weg zum Kauf für den Kunden auf beiden Geräten gleich gestalten, gehen Ihnen wahrscheinlich Konversionen verloren. 

16. Möglichst wenig Schritte bis zur Kasse einrichten
Eine Benchmark-Studie der Firma SOASTA, einer Tochtergesellschaft des Unternehmens Akamai Technologies, aus dem Jahr 2017 hat ergeben, dass selbst eine Ladeverzögerung von 100 Millisekunden die mobile Konversionsrate um 7,1 % reduzieren kann. Wenn also beim mobilen Bezahlvorgang unnötige Schritte eingeführt werden, wird es weiterhin einige Warenkorbabbrüche geben. 

17. Mobile Bezahlmethoden anbieten
Eine weitere gute Möglichkeit, die Zahl der abgebrochenen Warenkörbe zu reduzieren, besteht darin, den Kunden die ungeliebten Formulare zu ersparen, in die sie ihre Kreditkartendaten sowie die Liefer- und Rechnungsanschrift eintragen müssen. Amazon Pay ist bereits auf mobiles Bezahlen abgestimmt, sodass Ihre Kunden ohne Probleme sofort zahlen können – unabhängig davon, ob sie Sie am PC, über ihr mobiles Gerät oder einen Sprachassistenten gefunden haben.